"Wir erzählen Konfession" - Erzählcafés und Tafel der Generationen

Die Reformation hatte – noch in der jüngsten Vergangenheit – spürbare Auswirkungen bis hinein in kleine und kleinste gesellschaftliche Einheiten: Nachbarschaften, Freundschaften und Familien. Das Projekt „Wir erzählen Konfession“ (der Titel gebraucht bewusst den Singular, um die subjektive Wahrnehmung und Erfahrung deutlich zu machen) verfolgt das Ziel, die Geschichte des konfessionellen Neben- und Miteinanders um erfahrungsbezogene, persönliche Aspekte zu ergänzen. Es geht um die konkrete Alltagsrelevanz der konfessionellen Verschiedenheit und auch darum, Schwieriges und Trennendes zu benennen. Ein weiteres Anliegen ist es, den Veränderungsprozess innerhalb einer oder zwei Generationen bewusst zu machen und erfolgreiche Projekte der Ökumene zu benennen. Den Auftakt der "Erzählcafés" machten Landessuperintendentin Birgit Klostermeier, Bischhof Franz-Josef Bode, OB Wolfgang Griesert und Kreirat Winfried Wilkens in einem Gespräch am 23.11.2016 in der Schloss-Aula.
Ab Anfang 2017 können "Erzählcafés" dann in verschiedenen Stadtteilen und Kirchengemeinden angeboten werden. Sie werden begleitet und moderiert von  Moderatorinnen/Moderatoren, die im Herbst diesen Jahres  (28./29.10.2016) genau hierfür geschult werden.
In einem weiteren Schritt werden weiterführende Schulen angesprochen. Über das Format der "Tafel der Generationen" sollen Schüler für das Thema sensibilisiert werden. Durch Generationen übergreifendes Erzählen kann ein ganz anderer Blick auf konfessionelle Verschiedenheit entstehen.
Das Projekt verfolgt einen ökumenischen Ansatz zum Thema „Reformation“, zielt auf persönliche Erfahrungsgeschichten und gemeinsames Lernen voneinander. Es kann sowohl von Gemeinden als auch von Schulen in Stadt und Landkreis als Veranstaltungsmodell übernommen werden.
Das Projekt wird gefördert durch die Hanns-Lilje-Stiftung und die Klosterkammer Hannover

 

 

 

Kontakt

Evangelisch-lutherischer
Kirchenkreis Osnabrück

Schlossstr. 16
49074 Osnabrück