Ausstellung: "Ertragen können wir sie nicht - Martin Luther und die Juden"

Die Ausstellung informiert über Martin Luthers Verhältnis zu Juden und Judentum im historischen und theologischen Kontext. Eröffnung am 27.01.2017 um 18 Uhr mit einem Gottesdienst in St. Kaharinen. Das Rahmenprogramm bietet außerdem einen Vortrag von Prof. Dr. Thomas Kaufmann (Universität Göttingen) am 29.01., 17 Uhr sowie einen Film über den Theologen und Kirchenmusiker Richard Gölz, einen "Gerechten der Völker" am 12.02., 17 Uhr. Beide Veranstaltungen im Steinwerk.

Zur Ausstellung: Die Frage des Verhältnisses zum Judentum zieht sich wie ein roter Faden durch die Theologie Martin Luthers. Vertritt er in den 1520-er Jahren eine vermeintlich judenfreundliche Haltung, so findet man in den 1540-er Jahren Sätze voller Hass und Verachtung. „Der Reformator war ein genialer theologischer Denker, Liederdichter und mutiger Reformator der Kirche, aber auch ein vehement antijüdischer Kirchenmann. Er hielt den jüd. Glauben für verblendet und die Juden für den größten Feind des Christentums“ (Hanna Lehmig) .
Ausstellungseröffnung mit Gottesdienst am 27.01., 18 Uhr in St. Katharinen, Mitwirkende: Angela Müllenbach-Michel (GCJZ), Pastor Otto Weymann und Professor Martin Jung (Universität Osnabrück).

Laufzeit 27.1. bis 17.02.2017, Öffnungszeiten i.d.R. 10:30 - 16.30 h
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e.V. in Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Katharinen  

Vortrag:„Luthers Juden“ von Prof. Dr. Thomas Kaufmann, geb. 1962, in Göttingen Professor für Kirchengeschichte und Vorsitzender des Vereins für Reformationsgeschichte. Er hat zahlreiche Bücher zur Theologie-, Kultur- und Sozialgeschichte des Christentums in Spätmittelalter und Früher Neuzeit vorgelegt und ist einer der führenden Experten der Luther-und Reformationsforschung .
Termin und Ort: 29.01., 17:00 Uhr im Steinwerk St. Katharinen. Eintritt frei.