Türen in die Zukunft - Schüler gestalten Thesentüren

+++ 40 Schulen, 50 Türen und eine Ausstellung vor dem Dom in Osnabrück „Reformation ist auch ein Bildungsthema!“ sagt Landessuperinendentin Dr. Birgit Klostermeier.+++

PRESSE – INFORMATION - 25.08.2017 -  500 Jahre Reformation in Osnabrück Stadt und Land
„Reformation ist auch ein Bildungsthema!“
In den Kunsträumen von 40 Schulen aus Stadt und Landkreis sind in den Wochen vor den Sommerferien 50 Thesentüren entstanden. Zur Kulturnacht werden sie vor dem Dom aufgestellt. „Reformation ist auch ein Bildungsthema. Deshalb waren uns von Anfang an Angebote wichtig, die es Jugendlichen und Schülern ermöglichen, ihre Gedanken und Anknüpfungspunkte zum Thema Reformation und Gesellschaft mit eigenen Mitteln zum Ausdruck zu bringen“, so Birgit Klostermeier, Landessuperintendentin im Sprengel Osnabrück und Sprecherin für die Trägergemeinschaft „500 Jahre Reformation – Region Osnabrück“. Das Projekt „Türen in die Zukunft“ biete hierfür einen ganz praktischen Rahmen.
40 Schulen, 50 massive Türen und viele hundert Mitwirkende
Anknüpfend an den legendären Thesenanschlag 1517 in Wittenberg sind es im Reformationsjahr 2017 Schülerinnen und Schüler aus Stadt und Landkreis Osnabrück, die ihre Forderungen und Vorstellungen zur Zukunft der Gesellschaft auf einer massiven Thesentür zum Ausdruck bringen. Von Grundschule über Waldorfschule bis zu Berufsbildenden Schulen sind alle Schulformen bei dem Projekt „Türen in die Zukunft“ vertreten. Der Blick auf und durch die Türen offenbart die Vielfalt der Ansätze, Ideen und Forderungen die sich die junge Generation zum Thema „Zukunft der Gesellschaft“ machen.
Was uns in der Hand hat
Wunsch und Wirklichkeit der Pflege-Charta bilden die Schülerinnen und Schüler der Diakonie Pflegeschulen in Osnabrück auf Vorder- und Rückseite ihrer Türe ab. Am Ratsgymnasium stellen sich die 6. Klassen aus dem evangelischen Religionskurs im Zusammenhang mit dem Freiheitsbegriff die Frage „Was hat uns in der Hand? Wovon werden wir gesteuert?“ Um die Schrift als Statement geht es beim Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium: Graffiti sei heute die angemessene Ausdrucksform, um Protest provokant im öffentlichen Raum sichtbar zu machen, so Kunstlehrer Thomas Johannsmeier. In neongelber Farbe haben die Schüler der Klasse 8b der Alexanderschule Wallenhorst ihre persönlichen Erfahrungen in der Gesellschaft als Schlagworte auf eine lackschwarze Tür gesprayt. Sie bleibt einen Spalt offen, als Zeichen der Hoffnung auf einen guten Ausweg. An den Berufsbildenden Schulen am Pottgraben gestalten die medizintechnischen Fachangestellten ihre Tür als zweigeteilten Blick auf die Welt: Schwarz-weiß und negativ auf der einen, visionär und hoffnungsvoll auf der anderen Seite.
Ausstellung zur Kulturnacht – Pre-View ab Freitagnachmittag
In den letzten Tagen wurden die Türen bei den 40 Schulen im Landkreis eingesammelt. Eine logistische Herausforderung, wie Michael Kaufmann, Geschäftsführer der Werkgemeinschaft DIE BRÜCKE e.V. in Bramsche betont. Seine Auszubildenden und Schüler haben die 50 massiven Vollholztüren im Frühjahr zusammengebaut und dabei Lust bekommen, selber eine Türe zu gestalten. Zur Kulturnacht, die sich in diesem Jahr das Thema „Wort“ gegeben hat, werden alle 50 Türen auf dem Domplatz aufgestellt. Zu einer Pre-View am Freitagnachmittag laden die Veranstalter Schülergruppen, Türenkünstler und Interessierte herzlich ein. Die Türen stehen bis Sonntagmittag vor dem Dom.
Nr. 50. wird die Bürgertür Während der Kulturnacht am 26.08. können Besucher ihre eigene These zur Zukunft auf die noch unbearbeitete 50.Tür nageln. Sie steht im Informationszelt auf dem Domplatz. Hintergrund: Die Idee aus dem Kreis der Schulen wurde in der Trägergemeinschaft „500 Jahre Reformation- Region Osnabrück“ zu dem Projekt „Türen in die Zukunft“ entwickelt. Die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung hat die Unterstützung des Schulprojektes übernommen. Die 50 Türen wurden von Werkgemeinschaft „DIE BRÜCKE“ in Bramsche gebaut. Veranstalter ist der Ev.-luth. Kirchenkreis Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Trägergemeinschaft. -----
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